Städte

Kleine Städte mit großer Geschichte

Neben den beiden großen Zentren Tiflis und Batumi, die jeweils eine eigene Seite auf diesem Portal haben, besitzt Georgien eine ganze Reihe kleinerer Städte, die historisch, kulturell oder touristisch eine wichtige Rolle spielen. Viele von ihnen liegen nur wenige Stunden Fahrzeit voneinander entfernt und lassen sich gut zu Ausflügen oder Rundreisen verbinden.

Kutaisi

Kutaisi ist die zweitgrößte Stadt Georgiens und war einst Königsstadt von Kolchis und später von Imeretien. Die Bagrati-Kathedrale hoch über der Stadt und das nahe gelegene Gelati-Kloster zählen zum UNESCO-Weltkulturerbe und zeugen von der langen geistlichen und politischen Bedeutung der Region. In den vergangenen Jahren hat sich Kutaisi zunehmend als aufstrebender Immobilienmarkt etabliert, begünstigt durch den Kutaisi International Airport, der sich als Drehkreuz für Billigfluggesellschaften nach Europa etabliert hat und die Stadt für Investoren und Auswanderer zusätzlich attraktiv macht.

Telavi

Telavi gilt als Weinhauptstadt der Region Kachetien, dem traditionsreichsten Anbaugebiet Georgiens. Die Stadt ist von Weingütern und Familienkellereien umgeben, viele davon mit Verkostungen und Führungen für Besucher. Nur kurze Zeit entfernt liegt das Alaverdi-Kloster mit seiner markanten Kathedrale, einem der höchsten mittelalterlichen Sakralbauten Georgiens, das bis heute auch eigenen Wein produziert.

Mzcheta

Mzcheta gehört zu den ältesten Städten Georgiens und war über Jahrhunderte die Hauptstadt des Landes, bevor Tiflis diese Rolle übernahm. Die Svetitskhoveli-Kathedrale und das auf einem Berg gelegene Jvari-Kloster sind gemeinsam als UNESCO-Weltkulturerbe geschützt und gelten als geistliches Zentrum der georgisch-orthodoxen Kirche. Da Mzcheta nur etwa 20 Minuten von Tiflis entfernt liegt, ist die Stadt ein beliebtes Ausflugsziel und lässt sich problemlos an einem Nachmittag besuchen.

Sighnaghi

Sighnaghi, oft als "Stadt der Liebe" bezeichnet, liegt auf einem Hügel über dem Alazani-Tal in Kachetien und ist für ihre gut erhaltenen Festungsmauern aus dem 18. Jahrhundert bekannt. Die pastellfarbenen Häuser, gepflasterten Gassen und der Blick auf die umliegenden Weinberge machen die kleine Stadt zu einem beliebten Ziel für Hochzeiten und Wochenendausflüge. Auch hier prägt der Weinbau das wirtschaftliche und kulturelle Leben maßgeblich.

Gori

Gori ist vor allem als Geburtsort von Josef Stalin bekannt, dem ein eigenes Museum in der Stadt gewidmet ist. In unmittelbarer Nähe liegt außerdem Uplistsikhe, eine der ältesten Felsenstädte des Landes mit Wohnhöhlen, Tempeln und Vorratsräumen, die teilweise mehr als 3.000 Jahre alt sind. Damit verbindet Gori ein Stück sowjetischer Zeitgeschichte mit einem der bedeutendsten archäologischen Stätten Georgiens.

Borjomi

Borjomi ist als Kurort und Namensgeber der bekannten georgischen Mineralwassermarke international bekannt. Die Stadt liegt eingebettet in eine bewaldete Schlucht und grenzt an den Borjomi-Charagauli- Nationalpark, einen der größten Naturschutzgebiete des Kaukasus mit ausgedehnten Wandermöglichkeiten. Die heilende Wirkung der Mineralquellen zieht seit dem 19. Jahrhundert Besucher aus dem gesamten Raum an.

Zugdidi

Zugdidi im Westen Georgiens gilt als Tor zur Bergregion Swanetien und ist meist Ausgangspunkt für Reisen in die dortigen Dörfer mit ihren charakteristischen Wehrtürmen. In der Stadt selbst befindet sich der Dadiani-Palast, ehemaliger Sitz der Fürstenfamilie Dadiani, der heute ein Museum mit einer bemerkenswerten Sammlung beherbergt, darunter Gegenstände aus dem Besitz von Napoleons Familie.

Nächster Flughafen

Kutaisi International

Billigflieger-Drehkreuz

Weinregion

Kachetien

Telavi, Sighnaghi

UNESCO-Stätten

Mzcheta, Gelati

Ehemalige Hauptstadt

Mzcheta

≈ 20 Min. von Tiflis