Natur

Vom Gletscher bis zum subtropischen Regenwald

Auf vergleichsweise kleiner Fläche vereint Georgien eine bemerkenswerte Vielfalt an Landschaften: von subtropischen Regenwäldern an der Schwarzmeerküste über fruchtbare Weinregionen bis zu vergletscherten Fünftausendern im Großen Kaukasus. Diese Bandbreite macht das Land zu einem der landschaftlich abwechslungsreichsten Ziele der Region.

Der Kaukasus

Der Große Kaukasus bildet die natürliche Nordgrenze Georgiens und zählt zu den markantesten Gebirgszügen Europas. Gipfel wie die Schchara mit über 5.200 Metern und der Kasbek, ein erloschener Vulkan von rund 5.050 Metern, prägen das Landschaftsbild und sind Ziel von Bergsteigern und Trekking-Reisenden. Die Höhenlage beeinflusst zugleich das Klima weiter Landesteile und schirmt die südlicher gelegenen Regionen von kalten Luftmassen aus dem Norden ab.

Nationalparks

Georgien verfügt über ein dichtes Netz an Schutzgebieten. Der Borjomi-Charagauli-Nationalpark im Kleinen Kaukasus zählt zu den größten Nationalparks Europas und verbindet dichte Wälder mit alpinen Wiesen. Der Kasbegi-Nationalpark rund um den gleichnamigen Berg ist für seine dramatischen Hochgebirgslandschaften bekannt, während der abgelegene Tuscheti-Nationalpark im Nordosten eine der traditionsreichsten und am wenigsten erschlossenen Regionen des Landes schützt. Der Lagodechi-Nationalpark an der Grenze zu Aserbaidschan ergänzt das Bild mit dichten Laubwäldern und zahlreichen Wasserfällen.

Colchis-Regenwälder

An der Schwarzmeerküste rund um Batumi und Adjara liegen die Colchis-Regenwälder, subtropische Feuchtwälder mit einer außergewöhnlich hohen Artenvielfalt. Ein Teil dieser Wälder wurde 2021 gemeinsam mit angrenzenden Gebieten in der Ukraine, der Slowakei und weiteren europäischen Ländern als UNESCO-Weltnaturerbe anerkannt. Die hohe Luftfeuchtigkeit und die milden Temperaturen begünstigen ein dichtes Unterholz aus Farnen, Lianen und immergrünen Gehölzen, wie es in Europa nur selten zu finden ist.

Canyons

In der Region Imeretien haben Flüsse im Laufe der Zeit eindrucksvolle Schluchten in den Kalkstein geschnitten. Der Martvili-Canyon ist für sein türkisfarbenes Wasser und kurze Bootstouren zwischen steilen Felswänden bekannt. Der nahegelegene Okatse-Canyon lässt sich über einen an die Felswand montierten Hängesteg begehen, der einen freien Blick auf den Wasserfall am Ende der Schlucht bietet.

Höhlen

Der Kalkstein Westgeorgiens hat auch ein ausgedehntes Höhlensystem hervorgebracht. Die Prometheus-Höhle bei Kutaissi ist begehbar und mit farbiger Beleuchtung inszeniert, die die Tropfsteinformationen zur Geltung bringt. Im nahegelegenen Sataplia-Naturreservat sind neben weiteren Höhlen auch fossile Fußspuren von Dinosauriern erhalten, die über einen Glasboden besichtigt werden können.

Seen

Im Hochland von Samzche-Dschawachetien im Süden Georgiens liegen mehrere Bergseen vulkanischen Ursprungs. Der Tabatskuri-See und der Paravani-See, der größte See des Landes, liegen auf über 2.000 Metern Höhe und sind von weiten, kaum besiedelten Hochebenen umgeben, ein beliebtes Ziel für Ruhe suchende Reisende und Naturbeobachter.

Höchster Punkt

Schchara, ≈ 5.200 m

Großer Kaukasus

Naturerbe

Colchis-Regenwälder

UNESCO-Weltnaturerbe seit 2021

Nationalparks

Mehrere geschützte Gebiete

u. a. Borjomi-Charagauli, Kasbegi, Tuscheti

Canyons

Martvili & Okatse

Region Imeretien

Höhlen

Prometheus-Höhle

bei Kutaissi, mit Sataplia-Naturreservat

Höchstgelegener See

Paravani-See

Samzche-Dschawachetien, ≈ 2.073 m