Aktivitäten

Von der Seilbahn bis zum Wasserfall im Regenwald

Batumi ist mehr als Strandpromenade und Skyline: Die Stadt liegt eingebettet zwischen Schwarzem Meer und den bewaldeten Hügeln Adschariens, was Tagesausflügler und Aktivurlauber gleichermaßen anspricht. Die folgenden Abschnitte geben einen Überblick über die beliebtesten Aktivitäten in und rund um die Stadt.

Wassersport am Boulevard

Der Batumi Boulevard und die vorgelagerten Strandabschnitte sind in den Sommermonaten das Zentrum für Wassersport in der Stadt. Entlang der Promenade reihen sich zahlreiche Verleihstationen, die Jetski, Parasailing, Bananenboot-Fahrten und Stand-up-Paddling anbieten, meist ohne Voranmeldung und zu vergleichsweise günstigen Preisen.

Wer es ruhiger mag, findet an mehreren Abschnitten auch Tretboote und Kajaks zum Verleih. Die Saison konzentriert sich auf die Monate Mai bis September, wenn das Schwarze Meer angenehme Wassertemperaturen erreicht und der Boulevard bis in die Abendstunden belebt ist.

Argo-Seilbahn & Aussicht

Die Argo-Seilbahn führt vom südlichen Ende des Boulevards hinauf auf den Berg Anuria und bietet auf der rund 2,5 Kilometer langen Strecke einen weiten Panoramablick über die Stadt, die Küste und bei klarer Sicht bis zu den Ausläufern des Kaukasus.

Oben angekommen erwartet Besucher ein kleiner Freizeitbereich mit Cafés, Aussichtsplattformen und teils saisonalen Angeboten wie Zipline-Strecken. Die Fahrt eignet sich gut als kurzer Ausflug für den späten Nachmittag, wenn das Licht über der Küste am eindrucksvollsten ist.

Rad- & Scooterverleih

Der Batumi Boulevard ist über weite Strecken flach, autofrei und gut sechs Kilometer lang, was ihn zu einer der beliebtesten Strecken Georgiens für Radfahren und E-Scooter macht. Entlang der Promenade gibt es mehrere Verleihstationen, an denen Räder und Scooter stunden- oder tageweise gemietet werden können.

Die Strecke eignet sich sowohl für einen entspannten Abendausflug als auch für Familien mit Kindern, da sie fast durchgehend von der Straße getrennt verläuft und an Cafés, Parks und Spielplätzen vorbeiführt.

Wandern im Mtirala-Nationalpark

Rund eine Autostunde von Batumi entfernt liegt der Mtirala-Nationalpark, benannt nach dem gleichnamigen, oft in Wolken gehüllten Berg. Der Park gilt als einer der niederschlagsreichsten Orte Georgiens und ist entsprechend dicht bewaldet, mit zahlreichen Wasserfällen und Bachläufen entlang der Wanderwege.

Mehrere markierte Routen unterschiedlicher Länge und Schwierigkeit führen durch den Park, von kurzen Spaziergängen zu den nächstgelegenen Wasserfällen bis zu mehrstündigen Touren in höhere Lagen. Für die längeren Strecken werden vor Ort auch geführte Touren angeboten.

Weintouren ins adscharische Hinterland

Im hügeligen Hinterland Adschariens, unweit von Batumi, hat sich eine kleinere, im Ausland noch wenig bekannte Weinregion mit eigenen lokalen Rebsorten erhalten. Anders als in Kachetien sind die Weingüter hier meist kleine Familienbetriebe, die Führungen und Verkostungen oft spontan und unkompliziert anbieten.

Viele Touren verbinden die Weinverkostung mit einem Besuch traditioneller Dörfer und einem Mittagessen mit selbst hergestellten Produkten, was einen authentischeren Einblick in die ländliche Lebensweise Adschariens ermöglicht als die touristischer erschlossenen Weinregionen im Osten des Landes.

Tagesausflug nach Sarpi und an die türkische Grenze

Nur rund 20 Kilometer südlich von Batumi liegt Sarpi, das Grenzdorf zur Türkei direkt am Schwarzen Meer. Der Ort ist für seinen Kiesstrand und die unmittelbare Nähe zum Grenzübergang bekannt und lässt sich gut als kurzer Halbtagesausflug mit dem Taxi oder Marshrutka erreichen.

Wer über ein gültiges Visum für die Türkei verfügt, kann den Ausflug mit einer kurzen Fahrt ins türkische Hopa verbinden. Ohne Grenzübertritt lohnt sich Sarpi bereits wegen der ruhigen Strandlage und des Blicks auf die bewaldeten Hügel, die hier bis fast ans Meer heranreichen.